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Karl Günzel

1890 – 1960

Nach Karl Günzel wurden in Freiberg eine Straße (im Wohngebiet Wasserberg) und eine Schule (im Wohngebiet Seilerberg) benannt.

Diese Seiten stellen eine Würdigung seines Lebens dar.

Die Informationen zu Karl Günzel sind zum großen Teil unvollständig und teilweise subjektiv eingefärbt. Ziel dieser Internetpräsenz ist auch, neue Fakten zu sammeln und der Öffentlichkeit zugängich zu machen. Mithilfe ist deshalb sehr erwünscht.

Verhaftung

Durch das Hochgehen der Bezirksleitung in Chemnitz wurde ich am 8. Februar 1935 verhaftet.

Das Oberste Landesgericht in Dresden verurteilte mich zu 3 1/2 Jahren Zuchthaus wegen Vorbereitung zum Hochverrat.

Von der “Mathilde” in Dresden kam ich im Januar 1936 in die Strafanstalt Zwickau, in den “Osterstein”, im Juli 1937 nach dem Emsland-Aschendorfer-Moor, wo die Strafzeit am 29. August 1938 zu Ende war.

Illegale Arbeit für die KPD

Im Januar 1934 nahm Karl Günzel die illegale Arbeit für die KPD in Freiberg und Brand auf. Beteiligt daran waren die Genossen: Appel, Willi, Marschhauser, Loges, Koch, Max aus Freiberg, Forberger Karl und Kurt, Malke Alfred aus Brand-Erbisdorf, Herrmann Scheinpflug, Bräunsdorf.

In Freiberg wurde die Partei wieder errichtet und 5 Lesezirkel für die “Rote Fahne” geschaffen. Auch mit der Bündischen Jugend, deren Leiter Horst Klinger, Freiberg, Hornstraße, war, trat Karl Günzel in Verbindung.

SPD-Mitglied

In Gelsenkirchen wird Karl Günzel mit 21 Jahren Mitglied der SPD.

Damals musste man volljährig sein, um Parteimitglied zu werden. Er folgt damit der Tradition seines Vaters, der auch schon zu Zeiten der Sozialistengesetze der Partei angehörte.

Wärend der Aufspaltung der SPD (MSPD und USPD 1917) schloss er sich als Kriegsgegner 1919 der USPD an. Aus der USPD ging die KPD hervor, die Mehrheit ging 1922 zurück zur SPD. Auch Karl Günzel wurde wieder SPD-Mitglied.

Bis zu seinem Ausschluss 1926 bleibt Karl Günzel Parteimitglied. Er ist 1925 sogar Vorsitzender der Ortsgruppe Freiberg.